29.10.2020

RMV-Wasserstoffzüge: Spatenstich für die Tankstelle

(v.l.): Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat und Staatssekretär Jens Deutschendorf (© Infraserv Höchst)
(v.l.): Dr. Joachim Kreysing, Geschäftsführer der Industriepark-Betreibergesellschaft Infraserv Höchst, Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer Alstom Deutschland und Österreich, RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat und Staatssekretär Jens Deutschendorf (© Infraserv Höchst)

Frankfurt, den 26.10.2020 - Der Einsatz der Wasserstoffzüge, die ab Dezember 2022 auf der Taunusbahn fahren werden, nimmt Gestalt an: Auf dem Gelände des Industrieparks Höchst in Frankfurt haben Vertreter von Land Hessen, RMV, Alstom und Infraserv den Spatenstich für die erste Wasserstofftankstelle vorgenommen. Künftig wird hier die weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personenverkehr mit Wasserstoff versorgt.

Partner entwickeln Wasserstoff-Infrastruktur weiter
Alles andere als eine gewöhnliche Tankstelle ist das, was in den nächsten Monaten im Industriepark Höchst entsteht. Schließlich handelt es sich um die erste Wasserstoff-Tankstelle für Passagierzüge in Hessen. Und sie wird zur Versorgung der dann größten Wasserstoffzugflotte im Personenverkehr weltweit dienen - ein konkreter Schritt in Richtung Klimaschutz.

Jeder der Partner hat seinen Anteil an diesem Projekt zum Klimaschutz: Alstom liefert die Wasserstoffzüge vom Typ iLint für die Taunusbahn, Infraserv Höchst betreibt die künftige Wasserstoff-Tankstelle und Land Hessen sowie RMV stellen die Weichen in Richtung Zukunft und finanzieren sie.

Hessen als Vorreiter bei umweltfreundlichen Mobilitätskonzepten
Hessen nimmt bei der Weiterentwicklung umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte eine Vorreiterrolle ein: Der emissionsfreie Bahnverkehr, der hier in der Region in naher Zukunft Realität sein wird, ist ein Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele und wird den Öffentlichen Personennahverkehr als Alternative zum eigenen Auto noch attraktiver werden lassen.

RMV: Weltrekord mit der Brennstoffzellen-Flotte
Mit den Brennstoffzellenzügen von Alstom schlägt der RMV ein neues Kapitel emissionsfreier Mobilität auf. Nirgends sonst gibt eine so große Brennstoffzellen-Flotte im Personennahverkehr – insgesamt 27 Fahrzeuge. Die Umsetzung des Mammutprojekts liegt zudem im vorgesehenen Kosten- und Zeitplan. Das Gesamtauftragsvolumen beträgt 500 Millionen Euro.

Alstom-Züge: Emissonsfrei und geräuscharm durch den Taunus
Die Alstom-Brennstoffzellenzüge des Typs "Coradia iLint", die eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern haben und einen ganzen Tag lang fahren können, werden die mit Diesel betriebenen Loks auf den Linien RB 11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden), RB12 (Frankfurt – Königstein), RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf) und RB16 (Friedrichsdorf – Friedbberg). ersetzen. Die Fahrzeuge fahren komplett emissionsfrei, sind geräuscharm und geben nur Wasserdampf und Kondenswasser ab.

Infraserv Höchst: Engagiert für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
In Sachen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist Infraserv Höchst, die Betreibergesellschaft des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks Höchst, schon seit vielen Jahren aktiv. So wurde bereits 2006 am Industriepark die erste Wasserstoff-Tankstelle für Pkw in Betrieb genommen.

Weitere Informationen zu den RMV-Wasserstoffzügen finden Sie hier.

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