Bundeswirtschaftsministerium setzt Förderung für internationale Wasserstoffprojekte fort
Ziel der Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte sei es, den Einsatz deutscher Wasserstofftechnologien bei industriellen Erzeugungsanlagen im Ausland zu stärken sowie neue Märkte und Importrouten für Wasserstoffprodukte vorzubereiten. Auch die Förderung von projektbegleitende Machbarkeitsstudien sei weiterhin Teil des Instruments. Deutsche Unternehmen könnten pro Projekt für die Jahre 2027 bis 2030 eine Förderung im Umfang von bis zu 30 Millionen Euro erhalten. Voraussetzung sei, dass das Projekt außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz umgesetzt werde und eine erhebliche deutsche und europäische Wertschöpfung sicherstelle. Die dafür vorgesehenen Mittel stünden noch unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts 2027.
Mit dem Instrument stärke das BMWE gezielt die deutsche Kompetenz im Bereich Wasserstofftechnologien im internationalen Kontext. Im Fokus stünden dabei vor allem der deutsche Mittelstand – Technologielieferanten und Projektentwickler – bei der Erprobung innovativer internationaler Projekte und der Etablierung neuer Märkte.
Das Bewerbungsverfahren um eine Förderung sei zweistufig gestaltet:
In einem ersten Schritt seien deutsche Unternehmen eingeladen, Projektskizzen einzureichen. Erfolgsversprechende und von BMWE priorisierte Projektskizzen würden in einem zweiten Schritt zur Antragseinreichung aufgefordert. Mit der Vergabe von Zuwendungsbescheiden sei in der zweiten Hälfte 2027 zu rechnen.
In den bisher geförderten Projekten unterstütze das BMWE die Erprobung deutscher Technologien in Chile, Namibia, der Ukraine, Saudi-Arabien und Serbien. In Kürze würden weitere Projektförderungen im südlichen Afrika, dem MENA-Raum, Asien, Südamerika und Australien starten und beispielsweise die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff, Ammoniak, Methanol, erneuerbaren Flugtreibstoffen oder grünem Eisen unterstützen. Der Großteil der Förderungen gehe an kleine und mittlere Unternehmen.
Digitale Informationsveranstaltung
Am 15. Oktober 2026 hätten interessierte Unternehmen von 11.30 bis 13 Uhr die Gelegenheit, sich im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung über die Fördermöglichkeiten und das Verfahren zur Einreichung von Projektskizzen zu informieren sowie Fragen zu stellen. Diese könnten bereits bei der Anmeldung schriftlich eingereicht werden. Ein bereits erfolgreich abgeschlossenes Förderprojekt werde zudem praktische Beispiele und Einblicke zu Bewerbungsprozess sowie Projektumsetzung bereithalten. Eine Registrierung sei bereits möglich.
Darüber hinaus berate der Projektträger Jülich (PtJ) potenzielle Skizzeneinreicher im Auftrag des BMWE zu allen Fragen rund um die Antragstellung.
>>>Registrierung zur digitalen Informationsveranstaltung
Die Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte werde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) umgesetzt, welche eine projektbegleitende Förderung für Grundlagenforschung (Modul 2) bereithalten.
>>>BMWE
>>>Förderaufruf
>>>Förderrichtlinie
>>>Projektträger Jülich