14.07.2026

Lhyfe und Messer erreichen wichtigen Meilenstein

Zehnjähriger Liefervertrag und Beteiligung von Messer an vier Produktionsstandorten

Messers neueste Generation von Wasserstofftankwagen. 
Foto.: Messer
Messers neueste Generation von Wasserstofftankwagen. 
Foto.: Messer

Lhyfe gibt bekannt, eine bedeutende kommerzielle, industrielle und finanzielle Partnerschaft mit unserem Mitglied Messer unterzeichnet zu haben, dem weltweit größten privaten Spezialisten für Industrie-, Medizin-, Elektronik- und Spezialgase.
Messer beteilige sich laut einer Medienmeldung von Lhyfe mit 30 Prozent an vier Wasserstoffproduktionsstandorten von Lhyfe in Frankreich und Deutschland. Darüber hinaus würden die beiden Partner einen zehnjährigen Liefervertrag für erneuerbaren Wasserstoff unterzeichnen.

Mit dieser einzigen Transaktion werde Messer nicht nur zu einem langfristigen Kunden von Lhyfe, sondern auch zu einem bedeutenden Industriepartner und Investor am Eigenkapital der Anlagen. Dies konkretisiere die von Lhyfe angekündigten Prioritäten – kommerzielles Wachstum durch indirekten Vertrieb, Umsatzsicherheit und den Nachweis der Wertschöpfung durch sein Standortportfolio – und markiere Lhyfes erste Kapitalrotation. Die Partnerschaft bringe zwei sich hervorragend ergänzende Unternehmen zusammen. Messer bringt jahrzehntelanges Know-how in den Bereichen Wasserstofftechnologien, Anwendungen, Logistik und Gasedistribution ein, während sich Lhyfe als führender Entwickler und Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff etabliert habe.

Eine strategische Partnerschaft, die auf drei Säulen basiert
Der auf zehn Jahre angelegte Liefervertrag stütze sich auf drei Standorte von Lhyfe in Frankreich und einen in Deutschland. Messer verpflichte sich ab 2026 zu einer Mindestabnahmemenge, die voraussichtlich schrittweise ansteigen und mehrere hundert Tonnen pro Jahr erreichen werde. Über diese Verpflichtung hinaus strebe Messer an, die Hälfte der Produktion der drei französischen Standorte abzunehmen. Mit der Übernahme einer 30-prozentigen Beteiligung an der Gesellschaft, die diese vier Standorte hält, bestätige Messer deren industrielle Qualität, kommerzielle Positionierung und das Wertschöpfungspotenzial der von Lhyfe entwickelten Anlagen. Messer werde sein Know-how im Bereich Industriegase einbringen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Betrieb, Logistik, Gase-Handling, Kundenbeziehungen und Vertrieb unterschiedlicher Gase. Diese Partnerschaft solle die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Standorte weiter stärken und zu ihrem kommerziellen Ausbau beitragen.

Durch diese Vereinbarung sichere sich Messer den langfristigen Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff, einschließlich RFNBO-zertifiziertem Wasserstoff, der aus mehreren Produktionsstandorten in Frankreich und Deutschland stamme. Durch die Integration dieses Wasserstoffs in sein Produktportfolio könne Messer den Dekarbonisierungsbedarf sowohl seiner bestehenden Industriekunden als auch neuer Kunden decken.

Über die wirtschaftlichen Aspekte hinaus basiere die Partnerschaft auf einem gemeinsamen Verständnis der Marktentwicklung für erneuerbaren Wasserstoff und dessen mittel- bis langfristigem Potenzial.

Für Lhyfe: eine Partnerschaft, die das Finanzprofil der Gruppe stärkt
Diese Partnerschaft stärke das Finanzprofil durch besser vorhersehbare und wiederkehrende Cashflows, die sich aus dem langfristigen Vertrag und der Mindestabnahmeverpflichtung ergäben, sowie durch eine Stärkung der Finanzlage der Gruppe durch den Verkauf einer 30-prozentigen Beteiligung an der Gesellschaft, die die vier Produktionsstandorte halte. Lhyfe werde diese Gesellschaft weiterhin voll konsolidieren und seine Kapazitäten ausbauen, um Ressourcen auf die am weitesten fortgeschrittenen, kommerziell abgesicherten und wertschöpfenden Projekte zu konzentrieren.

Mit dieser Transaktion unternehme Lhyfe einen weiteren Schritt in seinem Geschäftsmodell als Entwickler und Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Nach Abschluss der Genehmigungs-, Finanzierungs-, Bau- und Inbetriebnahmephasen demonstriere der Konzern seine Fähigkeit, den Wert seiner Anlagen durch eine erste Kapitalrotation zu realisieren, während er gleichzeitig einen Großteil des Wachstumspotenzials behalte und weiterhin der exklusive Betreiber dieser Standorte bleibe – dementsprechend würden Betriebs- und Managementdienstleistungen weiterhin von Lhyfe an die Gesellschaften in Rechnung gestellt, die diese Anlagen halten.

Der Abschluss der Transaktion werde in den kommenden Monaten erwartet und stehe gemäß den geltenden Finanzierungsunterlagen weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kreditgeber.

Peter Mohnen, CEO der Messer SE & Co. KGaA: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für Messer und Lhyfe und unterstreicht unser langfristiges Engagement für die Förderung der Wasserstoffwirtschaft. Durch die Sicherung des Zugangs zu erheblichen Mengen an erneuerbarem Wasserstoff stärken wir unsere Fähigkeit, die Dekarbonisierungsziele unserer Kunden und potenziellen Kunden in einer Vielzahl von Branchen zu unterstützen. Die Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff steigt weiter an, und die geografisch diversifizierte Produktionspräsenz dieser Standorte ermöglicht es uns, Lieferketten zu optimieren, Transportwege zu verkürzen und transportbedingte Emissionen zu reduzieren. Wir bei Messer sehen es als unsere Verantwortung an, aktiv zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit beizutragen, und diese Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt hin zu einer widerstandsfähigeren, wettbewerbsfähigeren und dekarbonisierten industriellen Zukunft.“

Matthieu Guesné, Gründer und CEO von Lhyfe: „Die Entscheidung eines weltweit führenden Industriegasunternehmens wie Messer mit mehr als 125 Jahren Erfahrung, sich uns anzuschließen, sendet ein starkes Signal an die gesamte Branche. Sie bestätigt sowohl die Stärke unseres Geschäftsmodells als auch die zunehmende Verbreitung von erneuerbarem Wasserstoff in allen Industriezweigen. Gemeinsam mit Messer, das bereits seit mehreren Jahren Kunde von Lhyfe ist, teilen wir die Überzeugung, dass erneuerbarer Wasserstoff zu einem der Eckpfeiler des neuen industriellen Energiemix werden wird. Diese Vereinbarung gibt uns die Mittel an die Hand, die finanzielle Solidität von Lhyfe zu stärken, unsere Ziele weiterzuverfolgen und zunehmend transformative Großprojekte zu entwickeln, die dazu beitragen, die Dekarbonisierung Europas zu beschleunigen.“

>>>Lhyfe Germany GmbH
>>>Messer SE & Co. KGaA
 

 >>>Messer ist Mitglied der H2BZ-Initiative Hessen  

Quelle: Messer