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Eine saubere automobile Zukunft mit Brennstoffzellenfahrzeugen

EU-Projekt INN-BALANCE wird Massenfertigung von Brennstoffzellen-PKWs voranzubringen



Stuttgart, 10.07.2017 - In Europa gewinnt die Wasserstoffmobilität an Fahrt. Die Projektpartner des im Januar 2017 lancierten EU-Projekts INN-BALANCE haben sich zum Ziel gesetzt, die Massenfertigung von Brennstoffzellen-PKWs voranzubringen. Sie wollen die Verlässlichkeit von Brennstoffzellsystem-Komponenten erhöhen und die Effizienz verbessern. Darüber hinaus sollen die Kosten für Produktion und Wartung der Brennstoffzellen reduziert werden. Mit einem Gesamtbudget von 6,1 Millionen Euro für drei Jahre arbeitet das Konsortium aus Industrie und Forschung gemeinsam an der Optimierung von Hilfskomponenten, der sogenannten „Balance of Plant“ (BoP), in von Brennstoffzellen betriebenen Fahrzeugen.

INN-BALANCE steht für „INNovative Cost Improvements for BALANCE of Plant Components of Automotive PEMFC Systems“. Im Fokus steht die Entwicklung einer neuen Generation von hocheffizienten Brennstoffzellsystemen. Zu diesem Zweck wird die industrielle Verwertung schon während der Designphase berücksichtigt, um Balance of Plant (BoP) und Brennstoffzell-Komponenten zu verbessern. Die Kosten im Vergleich zu aktuell auf dem Markt erhältlichen Produkten sollen so reduziert werden. INN-BALANCE erhält von der Europäischen Kommission eine finanzielle Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020.

Das Konsortium besteht aus großen Automobilunternehmen, Beratungsgesellschaften, Forschungsinstituten und Universitäten aus Deutschland, Österreich,Schweden, Schweiz und Spanien. Es wirken mit: die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft; AVL List GmbH; Volvo Personvagnar AB; Powercell Schweden AB; Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.; Universitat Politecnica de Catalunya; Steinbeis 2i GmbH und die Celeroton AG. Während der 36 Projektmonate werden die Partner ihre Expertise in die Entwicklung und Prüfung von innovativen Lösungen für Brennstoffzell-Komponenten einbringen. Ferner wird das Projekt dazu dienen, Entwicklungsinstrumente auf die Integration und den Test von neuen Komponenten in Brennstoffzell-basierten Fahrzeugen abzustimmen und zu verbessern. Die Steinbeis 2i GmbH übernimmt die Koordination der Kommunikationsaktivitäten sowie die Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse.

“Balance of plant-Komponenten, die aktuell in automobilen Brennstoffzellsysteme verbaut werden, benötigen weiterhin der Optimierung, insbesondere im Hinblick auf ihre Integration und Interaktion im System sowie bezüglich ihrer Herstellungskosten. INN-BALANCE strebt daher an, verbesserte, kostenreduzierte und ideal angepasste BoP-Komponenten zu entwickeln, die den effizienteren Betrieb von zukünftigen Brennstoffzellenfahrzeugen garantieren werden. Die anvisierte Reduzierung der Kosten für BoP-Komponenten wird dazu beitragen, dass die Wasserstoffmobilität in Europa und darüber hinaus an Fahrt gewinnt,“ erläutert Dr. Alicia Arce von der Fundación Ayesa aus Spanien, die das Projekt koordiniert.

In den ersten sechs Monaten haben die Partner unter Federführung von Volvo eine Liste der Anforderungen an das System definiert und im Juni auf einem Treffen in Göteborg diskutiert. Auf dieser Basis soll das Design entwickelt und die Antriebskomponenten integriert werden.

Die im Rahmen von INN-BALANCE auf den Weg gebrachten Innovationen werden die aktuellen Entwicklungen und Trends in der Brennstoffzelltechnologie aufnehmen, von der neuesten Kompressoren-Technik über hochentwickelte Kontroll- und Diagnoseinstrumente bis hin zu neuen Konzepten für das Wärmemanagement. Die Prüfung der Komponenten auf die Fahrzeugintegration sowie deren umfängliche Validierung wird einen hohen Technologie-Reifegrad sicherstellen und den Weg für eine weitere Marktausschöpfung bereiten. INN-BALANCE wird nicht nur neue Erkenntnisse über die technischen Aspekte der BoP-Komponentenentwicklung erschließen, sondern die kommerzielle Verwertung von automobilen Anwendungen der Brennstoffzelle um einen wichtigen Schritt voranbringen.

Quelle: idw-online/Steinbeis-Europa-Zentrum

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