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Hessische Kompetenzen für Wasserstoff und Brennstoffzelle in Tokio präsentiert [H2BZ-Hessen]

HA Hessen Agentur GmbH und H2BZ-Initiative Hessen e.V. auf der FC Expo 2018



Prof. Dr. Birgit Scheppat schildert ihre Eindrücke von der FC Expo 2018 in Tokio (© Presscontact.de/Adler)
Prof. Dr. Birgit Scheppat schildert ihre Eindrücke von der FC Expo 2018 in Tokio (© Presscontact.de/Adler)

Wiesbaden, 12.03.2018 - Die internationale Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Ausstellung FC Expo 2018 fand vom 28. Februar bis zum 2. März in Tokio statt. Auf dem Deutschen Pavillon „made in Germany“ präsentierten die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ-Initiative Hessen) und die HA Hessen Agentur GmbH die hessische Kompetenz im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie dem asiatischen und internationalen Publikum.

In den letzten Monaten zeichnete sich ein Entwicklungsschub Ostasiens im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzelle ab. China, Korea und Japan werden in diesem Markt verstärkt als Vorreiter wahrgenommen. Die Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2020 nutzen die japanische Regierung und Wirtschaft, um im Bereich erneuerbare Energie Position zu beziehen. So soll bis zum Jahr 2020 die H2-Infrastruktur auf 160 H2-Tankstellen erweitert werden sowie 6.000 mit Wasserstoff betriebene Elektroautos die CO2-Bilanz der Olympischen Sommerspiele verbessern. Der grüne Wasserstoff dafür soll mit Solarstrom erzeugt werden.

Japan: Ausbau zur „Hydrogen Energy Society“

„Die Projekte sind auf 2020 ausgerichtet. Welche Pläne die japanische Regierung nach den Olympischen Spielen 2020 verfolgen, blieb offen“, berichtet Prof. Dr. Birgit Scheppat, Hochschule RheinMain. Sie besuchte als Mitglied des Vorstands der H2BZ-Initiative Hessen und als Botschafterin Hessens die, nach Angaben des Veranstalters, weltweit größte H2BZ-Ausstellung. „Japan will bei der Nutzung von erneuerbaren Energien sowie bei der Erhöhung der Energieeffizienz zum Entwicklungsstand europäischer Länder wie Deutschland und Spanien aufschließen: ob in Haushalten, bei der Fertigung oder im Mobilitätssektor. Bis 2030 sollen alle notwendigen Schritte eingeleitet werden, sodass im Jahr 2050 möglichst alle relevanten Bereiche dekarbonisiert sind“, erläutert Prof. Scheppat die Ausrichtung der japanischen Regierung und Unternehmen.

Großes Interesse an Unternehmen aus Hessen und Deutschland

„Immer wieder wurde die Position Deutschlands mit Interesse abgefragt. Wie wird sich der Markt rund um die Energiewende entwickeln? Wo steht Deutschland? Was bieten die hessischen Unternehmen?“. Dies waren laut Prof. Scheppat die häufigsten Fragen der Besucher aus dem asiatischen Raum.

Seit bereits 10 Jahren präsentiert der Deutsche Pavillon in Tokio deutsche Unternehmen und Organisationen. Die Informationsmaterialien des hessischen Standes waren sehr gefragt und die Gespräche intensiv. Die Vorträge der weiteren deutschen Vertreter, wie zum Beispiel der von Dr. Klaus Bonhoff von der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) vor mehr als 1.000 Zuhörern, stießen auf starkes Interesse beim Messepublikum.

Auch außerhalb des hessischen Standes auf dem Deutschen Pavillon präsentierten sich hessische Unternehmen während der FC Expo 2018. Die Viessmann Gruppe, ein Mitglied der H2BZ-Initiative Hessen, positionierte sich auf dem Stand des japanischen ENE.Farm-Projekts, das die Energieversorgung (Strom und Wärme) der Haushalte effizienter gestalten soll. Hierbei wird das aus dem Gasnetz stammende Erdgas in Wasserstoff gewandelt und dann zur Strom-Wärme-Erzeugung durch eine Brennstoffzelle genutzt.

Die H2BZ-Initiative Hessen war auf der FC Expo auch durch weitere Mitglieder vertreten, darunter das Fraunhofer IMM aus Mainz, Greenerity GmbH aus Hanau sowie aus der Region Kassel der Kompressorenhersteller sera GmbH und die Hexagon xperion GmbH, ein Transportmodule- und Hochdruckbehälteranbieter.

Aufbruchsstimmung auf dem ostasiatischen Markt

„Auffällig war die starke Präsenz der chinesischen Komponentenbauer. Die chinesischen Gesprächspartner machten wiederholt klar, dass die chinesische Regierung ein richtiges Füllhorn an Investitionen ausschütte und dass die einzelnen Provinzen sich in einem intensiven Wettbewerb befänden. Man spürt die Aufbruchsstimmung im ostasiatischen Markt. Die Frage lautet nicht mehr, ob der Marktdurchbruch kommt, sondern nur noch wann, wie, in welcher Qualität und wer dann die wichtigsten Positionen besetzt“, berichtet Prof. Scheppat. Sie ist davon überzeugt, dass daher die Präsenz der hessischen und deutschen Unternehmen auf der FC Expo umso wichtiger sei, um Schlüsselpositionen besetzen zu können und frühzeitig Partnerschaften zu schließen.

Beratung und Förderung hessischer Unternehmen

In einem Jahr können vom 27. Februar 2019 bis zum 1. März 2019 erneut hessische Unternehmen ihre Technologieentwicklungen auf der FC Expo 2019 im Deutschen Pavillon in Tokio präsentieren. Unternehmen und Organisationen, die Interesse an einer Teilnahme an der FC Expo 2019 haben, können sich direkt an die Geschäftsstelle der H2BZ-Initiative Hessen bei der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) wenden. „Durch die Schaffung von Synergien wollen wir das technologische Potenzial von Unternehmen, Institutionen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Bereich der Brennstoffzelle und geeigneter innovativer Energieträger fördern und Hessen als attraktiven Standort für alle Akteure in diesem Bereich sichtbar machen“, erläutert Oliver Eich, Leiter der Geschäftsstelle.