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Speicherung

Wasserstoff kann auf unterschiedliche Art und Weise gespeichert werden. Das Augenmerk liegt heute insbesondere auf gasförmigen und flüssigen Speicherformen.

Bei Umgebungstemperaturen ist Wasserstoff ein Gas. So kann es in Druckspeichern gelagert werden. Da die Energiedichte des Wasserstoffgases gering ist, wird er insbesondere für die mobilen Anwendungen komprimiert, um eine entsprechende Reichweite des Fahrzeugs im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen zu ermöglichen. Für die Anwendung in Bussen verwendet man Wasserstoffspeicher mit 350 bar, bei Pkw geht man heute auf sogar bis zu 700 bar.

Kühlt man Wasserstoff auf -253°C ab, wird er flüssig. Damit lässt er sich in so genannten vakuumisolierte Behältern lagern. Der Vorteil dieser Speicherung ist die hohe Energiedichte, die flüssiger Wasserstoff aufweist, so dass problemloser gewünschte Betriebsdauern und Reichweitern erzielt werden können. Die Nachteile liegen hier im hohen Energiebedarf, der für die Verflüssigung des Wasserstoffs benötigt wird. Außerdem ist der Erhalt der tiefen Temperatur über einen längeren Zeitraum selbst in vakuumisolierten Speichern schwierig, was die dauerhafte Lagerung von Wasserstoff erschwert. Der Wasserstoff erwärmt sich in diesen Speichern im Laufe der Zeit und dehnt sich dabei aus. Um den dabei entstehenden Druck auszugleichen, sind die vakuumisolierten Behälter mit Ventilen versehen, die den sich erwärmenden Wasserstoff entweichen lassen.

Eine weitere Form der Speicherung von Wasserstoff sind Festkörper wie Metallhydride. Dabei wird Wasserstoff in metallischen Verbindungen gespeichert, die allerdings sehr schwer sind. Anders als Druck- oder Flüssigspeicher eignen sich Metallhydridspeicher heute nur für eine kleine Anzahl von Anwendungen.

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