Hessenpunkte rot
www.h2bz-hessen.de
Mikro-KWK Cover gross

Stationäre Brennstoffzellen-Systeme zur kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme können klassische Heizungsanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern ersetzen und zudem dazu beitragen, den benötigten Strombezug aus dem öffentlichen Netz durch die Stromeigenerzeugung zu minimieren.

Der Nationale Entwicklungsplan NEP 3.0 definiert für diesen Einsatzbereich einen typischen Leistungsbereich der Brennstoffzellen-Systeme zwischen 1 bis 5 kWel. Heute werden stationäre Brennstoffzellensysteme vor allem für eine Versorgung mit Erdgas entwickelt. Dadurch kann die bestehende Erdgas-Infrastruktur genutzt und konventionelle Heizanlagen einfacher ersetzt werden. Mittelfristig ist auch der Betrieb von Brennstoffzellen mit Biogas oder flüssigen erneuerbaren Brennstoffen möglich. Langfristig können stationäre Brennstoffzellen für die Hausenergieversorgung auch direkt mit Wasserstoff betrieben werden.

Europäische Demonstrationsprojekte unterstützen die Modellentwicklung und Markteinführung durch Feldtests

Für den Markt der Hausenergieversorgung werden, vor allem in Deutschland und Japan, erdgasversorgte PEM- und SOFC-Brennstoffzellenheizsysteme entwickelt, deren Markteinführung in Europa über das 2017 auslaufende Projekt ene.field und das 2016 gestartete Projekt PACE gefördert wird.

Im Jahr 2014 förderte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung insgesamt 44 Brennstoffzellen-Mikro-KWK-Anlagen mit Landesmitteln und führte in 2016 mit der Beauftragung der Hessen Agentur mit einem Beratungsprogramm (s.u.) die Unterstützung für die innovative und hocheffiziente KWK-Technologie fort.

In Deutschland sind bereits heute über 1.000 Brennstoffzellenheizgeräte von unterschiedlichen Herstellern, die inzwischen auch außerhalb von Feldtest-Projekten am Markt erhältlich sind, installiert. Einen Überblick über einen Großteil der am Markt kommerziell angebotenen Anlagen geben die in der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) zusammengeschlossenen Hersteller gebündelt unter www.ibz-info.de. Weitere Anlagen finden sich in der Broschüre „Stationäre Brennstoffzellen-Anwendungen“ der H2BZ-Initiative Hessen.

Zuschuss zur Marktaktivierung in Deutschland

Im Rahmen des „Anreizprogramms Energieeffizienz“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit August 2016 den Einbau von stationären Brennstoffzellensystemen in den Leistungsklassen von 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung in neue oder bestehende Wohngebäude. Die Förderung mit der Bezeichnung „Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle“ (KfW-Zuschuss 433) können natürliche Personen als Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern mit maximal 2 Wohneinheiten oder von Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Seit dem 3. Juli 2017 kann die Förderung auch von Eigentümern von Wohngebäuden mit mehr als 2 Wohneinheiten sowie durch kleine und mittlere Unternehmen, Contractoren sowie kommunale Gebietskörperschaften für Wohn- oder Nichtwohngebäude beantragt werden.

 

Beratungsprogramm „Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzelle“

Mit dem Ziel, möglichst viele Akteure über die Technologie und die Fördermöglichkeiten zu informieren, sodass sich künftig mehr hessische Haushalte für Brennstoffzellen-Heizgeräte entscheiden, hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung über die HA Hessen Agentur GmbH das Beratungsprogramm „Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzelle“ aufgelegt. Das Beratungsprogramm richtet sich an alle am Entscheidungsprozess für die Installation eines Brennstoffzellen-Mikro-KWK-Gerätes beteiligten Akteure, d.h. Handwerker, Heizungsinstallateure, Energieberater, Architekten, Schornsteinfeger, Hausbesitzer, etc.

Weitere Informationen zum Beratungsprogramm

Artikel dem Infokorb hinzufügen