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Schienenfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb

Mobil. Emissionsfrei. Leise.

Die Verwendung brennstoffzellenbetriebener Schienenfahrzeuge beschränkt sich bislang auf Prototypen und einige wenige Sonderfahrzeuge für den Einsatz unter Tage. H2BZ-Triebfahrzeuge für den Regionalverkehr sind bislang nicht vorhanden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert daher die Entwicklung einer neuen Schienenfahrzeuggeneration (Nahverkehrs-Personentriebzüge) mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb (H2BZ) durch die Firma Alstom mit 7,9 Millionen Euro.

 

Neueste Generation von Coradia-Zügen 

Geplant sind Schienenfahrzeuge auf der Basis des Dieseltriebwagens Coradia LINT 54 der Firma Alstom. Entwickelt und gefertigt werden die Fahrzeuge im Kompetenzzentrum für Regionaltriebzüge der Firma Alstom in Salzgitter, wobei wesentliche Komponenten für den innovativen Brennstoffzellenantrieb von hessischen Zulieferern stammen. Die Serienfahrzeuge sollen nach Herstellerangaben mit einer Tankfüllung eine Reichweite von 1000 km erreichen. Die fahrzeugseitige Speicherung des Wasserstoffs soll in gasförmigem Zustand bei 350 bar in zwei separaten Tanks erfolgen. Der BZ-Zug zeichnet sich gegenüber konventionellen Dieseltriebzügen durch eine höhere Energieeffizienz, einen sehr leisen Betrieb und keinerlei Emissionen aus.

 

Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Im September 2014 haben Vertreter des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), die drei Verkehrsminister aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie der Zughersteller Alstom Transport Deutschland gemeinsam die Absichtserklärung unterschrieben, in den kommenden Jahren brennstoffzellen-elektrische Züge auf ihren Schienennetzen einzusetzen. Diese Züge sind für den Einsatz auf Strecken gedacht, die heute aufgrund der fehlenden Oberleitungen noch mit Dieselloks befahren werden.

Das mit Mitteln aus dem Nationalen Innovationsprogramms (NIP) geförderte Schienenprojekt gilt als Pioniervorhaben in diesem Anwendungsbereich. Bereits im September 2018 sollen in Niedersachsen die ersten Prototypen testweise in den Linienbetrieb gehen. Die hierzu erforderliche Zulassung des Coradia iLint für den Fahrgastbetrieb hat Alstom im Juli 2018 vom Eisenbahn-Bundesamt erhalten. Bis 2021 werden insgesamt 50 Züge mit der innovativen, emissionsfreien und effizienten Antriebstechnik ausgestattet und in den vier Bundesländern in den Einsatz gehen. 

In Hessen sollen im regulären Fahrgastbetrieb ab dem Jahr 2022 bis zu 26 Fahrzeuge auf bisher nicht- bzw. teilelektrifizierten Strecken im Rhein-Main-Gebiet eingesetzt werden; ein Ausschreibungsverfahren des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) wurde im Frühjahr 2018 gestartet. 

Mit dem Einsatz entsprechender Fahrzeuge auch in Hessen besteht die Notwendigkeit der Errichtung einer geeigneten Betankungsinfrastruktur zur Druck-Wasserstoff-Betankung von Brennstoffzellen-Schienenfahrzeugen. Aufgrund des innovativen Charakters dieser Aufgabenstellung hat die HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hierzu im Jahr 2015 nach öffentlicher Ausschreibung die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG mit der Erstellung einer Machbarkeits-/Realisierungsstudie zur Druck-Wasserstoff-Betankung von BZ-Schienenfahrzeugen beauftragt.

Erster Wasserstoffzug nimmt Fahrt auf
Erster Wasserstoffzug nimmt Fahrt auf

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Markus Lämmer
Markus Lämmer

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